Aus dem Tagebuch der Klinik: Gaumensegelchirurgie

Nelly atmet jetzt wieder frei. Sie schnarcht nicht mehr und hat keine Erstickungsanfälle. Wer einen Mops, eine Französische oder Englische Bulldogge sein Eigen nennt, sollte von Welpenalter an genau auf diese Anzeichen achten. Wird Ihr Tier nicht frühzeitig behandelt, können schon ab dem 3 bis 4 Lebensjahr die Folgen fatal sein. Ein rascher und effizienter Eingriff am Gaumensegel und an den Nasenlöchern hat sich bei Nelly ausgezahlt.

 Mops Nelly

Nelly ist ein junges, freundliches Mopsmädchen mit zwei verschiedenfarbigen Augen. Die Besitzer, Familie M., machte sich seit einiger Zeit Sorgen um Nelly. Nicht nur, dass sie im Schlaf ganze Wälder abholzte, auch untertags konnte man deutlich ein Atemgeräusch wahrnehmen.  Vereinzelt zeigte Nelly auch Atemnotanfälle. Nelly hatte eine Erkrankung, die bei Pekingesen, Möpsen und anderen kurzschnäuzigen Hunden öfters auftritt, das sogenannte Brachycephalensyndrom. Bei einer endoskopischen Untersuchung der Atemwege wurden folgende Veränderungen festgestellt:

  • Verengungen der beiden Nasenlöcher
  • ein verdicktes und verlängertes Gaumensegel
  • eine Verdickung und Schwellung des Kehlkopfes

Andere Abschnitte der Atemwege, wie Nasenhöhlen, Luftröhre und Bronchien waren im Großen und Ganzen unverändert.

Aufgrund des Befundes wurde in Absprache mit den Besitzern eine chirurgische Behebung der Veränderungen vereinbart. Dabei wurden die Nasenflügel erweitert und mit einer neuartigen OP-Methode das Gaumensegel modelliert und damit die Atemwege freigemacht. Nach dem Wegfall der mechanischen Irritation verbesserte sich die Schwellung des Kehlkopfes rasch.

Nelly hat die OP gut überstanden. Die Atmung ist jetzt frei. Nelly schnarcht nicht mehr und hat auch keine Erstickungsanfälle mehr. Wie uns die Besitzer letzte Woche mitteilten sind sie rundum zufrieden. Nelly fand es dennoch als Gemeinheit nur wegen der Kontrolle in die Tierklinik zu müssen.

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