Wie erkenne ich, ob meine Katze an FIP erkrankt ist?

05. September 2019

Gelbsucht bei Feliner Infektiöser Peritonitis.jpg

Was ist FIP?

Das Feline Coronavirus (FCoV) ist in der Katzenpopulation weit verbreitet

FIP steht für Feline Infektiöse Peritonitis. Die ansteckende Bauchfellentzündung der Katze wird durch eine Mutante des Coronavirus ausgelöst. Coronaviren sind in der Katzenpopulation weit verbreitet. Man schätzt, dass ca. 40 % der Katzen mit dem Virus kontakt gehabt haben. In Mehrkatzenhaushalten steigt diese Anzahl auf 90% (1). Da sowohl die Mehrkatzenhaushalte als auch die Indoor-Katzenhaltung in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, findet man besonders hier eine Viruspräsenz. Ähnliches gilt für Tiere aus einem Tierheim (2).


Übertragung

Nur ein kleiner Teil der mit FCoV infizierten Katzen entwickelt eine FIP.

Über 70% der Katzen zeigen bei Infektion mit dem FCoV keine oder vorübergehend Symptome wie einen milden Durchfall. Bei einem Teil der Katzenpopulation kommt es zu einer dauerhaften Infektion. Diese Tiere sind Träger einer hohen Anzahl an FCoV. Die Hohe Anzahl an Viren ermöglicht es durch Spontanmutation, dass sich eine genügend hohe Anzahl an Mutanten-FCoV etabliert. Mutanten können in die weißen Blutzellen eindringen und diese Tiere erkranken dann an FIP. Insgesamt handelt es sich dabei immer um einen geringen Prozentsatz im Vergleich zur Katzen-population.

Die wichtigste Infektionsquelle für die Übertragung stellt das gemeinsame Benützen von Katzenklos durch gesunde Tiere und Infektionsträger.

 

Symptome der Felinen Infektiösen Peritonitis

Junge Katzen aus dem Tierheim erkranken öfters an FIP.

Es erkranken meist junge Tiere an FIP. Diese kommen oft aus einem Tierheim oder leben in einem Mehrkatzenhaushalt; auffällig oft erkranken Rassekatzen.

Lethargie, Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen, Gelbsucht, Fieber und Gewichtsverlust sind Symptome einer FIP (3). Klinisch können wir eine feuchte Form mit einem Flüssigkeitserguss in den Bauchraum bzw. in den Brustkorb und eine trocken FIP vor allem mit nervalen Symptomen und Veränderungen am Auge unterscheiden. Da aber bei dieser Fülle an Symptomen viele andere Krankheiten in Frage kommen, müssen durch weitere Untersuchungen Klarheit schaffen.

 

Diagnose und Test

Die FIP Diagnose ist komplex und der Nachweis muss geplant sein.

Die Vorgeschichte, die Krankheit-Symptome, die Blutwerte und die serologischen Tests sowie eine PCR zusammen bestätigen oder  verwerfen den FIP-Verdacht.

Der Krankheitsnachweis erfolgt am besten mit Punktaten aus den Ergüssen aus Brustkorb und Bauchraum.

 

Ist meine Katze mit dem FIP-Virus infiziert?

Viele Katzen haben einen positiven FCoV Titer, aber nur wenige erkranken an FIP. Ein positiver Test allein bestätigt nicht die Diagnose FIP.

 

Streut meine Katze den FIP Virus?

Durch einen Virusnachweiß im Kot kann man Ausscheider ausmachen.

 

Gibt es Heilung für FIP-erkrankte Katzen?


Teil II erscheint am 15. September!


Kategorien: Feline Infektiöse Peritonitis, Katze

Geschrieben von: Maurizio Colcuc