Ein neues Kaninchen soll her

17. Mai 2018

Kaninchen VergesellschaftungBeachten Sie diese Punkte beim Kauf und der Vergesellschaftung eines neuen Kaninchens!

Wichtige Punkte, die Sie unbedingt vor dem Kauf eines Kaninchens beachten sollten!

Wenn ein neues Kaninchen ins Haus kommt, so gilt es einige Aspekte über das Zusammenleben unserer putzigen Freunde zu wissen. Welche Tiere passen zusammen, wie erfolgt die Vergesellschaftung von fremden Kaninchen? Wie ist das Verhältnis von Rammler und Häsin? Soll man Kaninchen kastrieren und was sind die wichtigen Impfungen?

Partner fürs Leben

Kaninchen sind Rudeltiere, weshalb sie auch mindestens paarweise gehalten werden. Wenn sie zu zweit zusammenleben, ist eine Konstellation Weibchen/Männchen ideal. Ebenso bietet sich die Haltung von zwei Kaninchen aus demselben Wurf an. Sollten zwei oder mehrere Rammler im Kaninchenstall leben oder zusammengeführt werden, kastriert man alle Rammler frühzeitig, um blutige Rangkämpfe zu vermeiden.

Das Zusammenführen – die Vergesellschaftung

Wenn ein junges Kaninchen vor seiner Geschlechtsreife (vor dem 5. Lebensmonat) in eine bestehende Gruppe eingeführt wird, treten für gewöhnlich wenige bis keine Probleme auf. Behalten Sie aber die Gruppe dennoch im Auge!

Beim Zusammenführen von erwachsenen Tieren muss man mehr Vorsicht walten lassen. Am Anfang wird es immer ein wenig Rangeleien geben: Rangkämpfe und gegenseitiges Besteigen. Im Idealfall finden diese bald ein Ende. Um Rangordnungskämpfe zu vermeiden, nehmen Sie die Kaninchen aus dem Stammgehege und übersiedeln Sie sie in ein Vergesellschaftungsgehege. Hier sind alle fremd und es wird unter den Tieren ein Abtasten auf neutralem Gebiet erfolgen. Wenn kein zweites neutrales Gehege zur Verfügung steht, geht man folgendermaßen vor: stellen Sie die Tiere auf einen Untergrund, der die Aufmerksamkeit der Tiere auf sich lenkt: z.B. einen Fließenboden. Durch die bodenbedingte Unsicherheit haben die Tiere auch die Möglichkeit sich zu beobachten und kennenzulernen. Dies kann schon etwas länger dauern. Wenn die Kaninchen gemeinsam fressen und sich gegenseitig putzen, wird man die Vergesellschaftung als Erfolg verbuchen.

Wichtig: Solange sich die Kaninchen nicht gegenseitig blutig beißen, ist eine Zusammenführung möglich.

Kastration Kaninchen: Ja oder Nein?

In der Regel ist eine Kastration bei Kaninchen immer vorteilhaft. Sie vermeiden damit nicht nur ungewünschten Nachwuchs, sondern auch Rangordnungskämpfe. Beim Weibchen werden durch eine Frühkastration hohe Hormonspiegel und Aggressivität vermieden. Bei vielen Tieren wird man durch die Kastration auch Eierstock- und Gebärmutterprobleme im Alter vermeiden.

Info zu Kosten der Kastration

Impfungen: so schützen Sie Ihr Kaninchen richtig

Zur einer sinnvollen Vorsorge empfehlen wir eine Impfung gegen die Myxomatose. Ab der vierten Woche ist eine Impfung möglich. Im ersten Lebensjahr wird man eine Auffrischung nach vier Wochen vornehmen. Dann erfolgt die Impfung jährlich. Der Impftermin sollte im Frühjahr wahrgenommen werden. Eine zweite sinnvolle Impfung schützt vor der Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD1 und 2). Diese Krankheit kann sehr tückisch sein. Nach einem Zeckenbiss und Infektion mit dem Erregen, kann das Kaninchen einen plötzlichen Tod erleiden. Wie bei den meisten Impfungen erfolgt eine Boosterimpfung nach vier Wochen. Beide Impfungen werden praktischerweise als Kombinationsimpfung angeboten.

Wichtige Biodaten!

Körpergewicht

1 bis 8 kg

Lebenserwartung

6 bis 8 Jahre

Trächtigkeitsdauer

29 bis 33 Tage

Geschlechtsreife

4 bis 5 Monate

Fütterung

Heu soviel wie gewünscht, einen glattgestrichenen Suppenlöffel Körnerfutter pro Tag und Kaninchen, Gemüse: Löwenzahn, Fenchel, Salat, Karotten, Gurken, Obst, frisches Wasser

Geschrieben von Monika Milic


Kategorien: Haltung, Kaninchen, Vergesellschaftung

Geschrieben von: Maurizio Colcuc